Deutsche Meisterschaften in Zittau; Kurt startet mit großem Handicap

von Peter Künstler

DM in Zittau

Die großen Erwartungen an meine Ergebnisse bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften der Leichtathletik am letzten Wochenende in Zittau konnten sich nicht erfüllen. Meine gereizte Achillessehne erwies sich als zu großes Handicap! Läufe habe ich schon im Vorfeld gestrichen, blieben also nur Sprünge und Würfe. Die Vorwürfe (oder auch gut gemeinten Empfehlungen der Konkurrenten), ich solle mich auf ein oder zwei Disziplinen beschränken bzw. spezialisieren, kann ich nicht akzeptieren. Ich bin Mehrkämpfer aus Überzeugung und die Anforderungen und Bewegungsabläufe so unterschiedlicher Disziplinen wie Hochsprung, Hammerwerfen oder Sprint machen erst die Leichtathletik interessant. Da nehme ich es auch in Kauf, den Spezialisten nicht immer ganz ‘das Wasser reichen‘ zu können.

Es begann aber recht verheißungsvoll. Im Speerwerfen war ich mit der siebtbesten Weite gemeldet und konnte mit dem vierten Platz und persönlicher Bestleistung (28,56m) den Wettkampf beenden. Auch der Weitsprung war ordentlich; 3,40m reichten zum erwarteten 2.Platz mit der Silbermedaille.

Dann aber begann die Achillesferse zu rumoren. Kugel und Diskus waren nicht mal durch-schnittlich, wenngleich der jeweils 5. Rang trotzdem noch dabei heraussprang.

Um 19:00 Uhr war der Hochsprung angesetzt; Anlauf gegen die tiefstehende Sonne bei noch nassem Untergrund mit starker Blendwirkung!!!!! Die Latte konnte man nur ahnen und die richtige Absprungdistanz wurde zur Lotterie. Die ‘Straddler‘ waren davon weniger betroffen, die ‘Flopper‘ mit dem rechten Sprungfuß (wie ich) aber besonders benachteiligt. Dass es dennoch bei übersprungenen 1,10m zu Silber reichte, ist den genannten Umständen und der ebenfalls schwächelnden Konkurrenz zu verdanken.

Am Samstag dann ‘nur‘ noch Hammerwerfen bei strömenden Regen. 1 bis 2 cm Wasser im Ring! Ich hatte mir viel erhofft, fand aber keinen Stand unter diesen Bedingungen und blieb mit 33,56m auf dem vierten Platz hängen.

Mit zwei 2., zwei 4. und zwei 5. Plätzen bin ich dennoch zufrieden. Jetzt heißt es, die Achillessehnen-Reizung auszukurieren und darauf zu hoffen, dass im Herbst vielleicht ‘noch was geht‘. Daumen drücken soll ja helfen!

Meine Absicht, im August in Dänemark an den Europameisterschaften teilzunehmen, habe ich gestrichen. Mein Budget lässt es nicht zu; wahnsinnig teuer! Kopenhagen ist nach Singapur die teuerste Hauptstadt der Welt!

Einen schönen und sonnigen Urlaub wünscht allen TSV-lern..........

Kurt Winkelhake

Zurück